Fachverband Werkzeugindustrie feiert Jubiläum

Rund 100 Gäste aus Mitgliedsunternehmen, befreundeten Industrieverbänden und dem Netzwerk der Werkzeugindustrie kamen in der Alten Papierfabrik in Wuppertal zusammen, um ein besonderes Jubiläum zu feiern: 75 Jahre Fachverband Werkzeugindustrie e.V. In stilvoller Atmosphäre bot die Veranstaltung nicht nur Gelegenheit zum Rückblick auf die Verbandsgeschichte, sondern vor allem auch zum persönlichen Austausch innerhalb der Branche.

Thomas Glockseisen, Vorstandsvorsitzender des Fachverbandes Werkzeugindustrie. (Fotos: FWI)

Im Mittelpunkt des Abends standen zwei Reden, die das Jubiläum aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten. Thomas Glockseisen, Vorstandsvorsitzender des Fachverbandes Werkzeugindustrie, stellte in seiner Ansprache die Werte heraus, für die der Verband und seine Mitgliedsunternehmen seit Jahrzehnten stehen: Qualität, Präzision, Verlässlichkeit, Innovationskraft, Nachhaltigkeit und Zusammenhalt. Der Verband verstehe sich als Plattform, Stimme und Partner einer Branche, betonte Glockseisen. Er würdigte zugleich die Rolle des Verbandes als sachlicher und fachlich fundierter Interessenvertreter. Normen, Standards und politische Gespräche seien für die Werkzeugindustrie von hoher Bedeutung, weil sie Orientierung, Vertrauen und internationale Wettbewerbsfähigkeit schafften.

Geschäftsführer Stefan Horst nahm die Gäste anschließend mit auf eine kurze Reise in die Verbandsgeschichte. Dabei machte er deutlich, dass die organisierte Interessenvertretung der Werkzeugindustrie sogar älter ist als der heutige Fachverband selbst. Der entscheidende Bezugspunkt für das Jubiläum liegt jedoch im Jahr 1951: Damals wurde aus dem Verband einheitlich der „Fachverband Werkzeugindustrie e.V.“. In der Satzung wurde der Zweck klar definiert: die gemeinsamen Interessen der Mitglieder auf fachlichem, wirtschaftlichem und technischem Gebiet zu wahren und zu fördern sowie gegenüber Behörden, Wirtschaft und weiteren Stellen zu vertreten.

Gerade die Arbeit an technischen Regelwerken und Normungsthemen, die politische Interessenvertretung sowie die vielfältigen Netzwerk- und Austauschformate zeigten, wie wichtig ein starker Verband für die Mitgliedsunternehmen sei. Als einzelnes Unternehmen seien viele Themen nur schwer zu stemmen; gemeinsam könne die Branche jedoch Positionen entwickeln, Standards mitgestalten und gegenüber Politik, Institutionen und Öffentlichkeit deutlich vernehmbarer auftreten.

Rund 100 Gäste aus Mitgliedsunternehmen, befreundeten Industrieverbänden und dem Netzwerk der Werkzeugindustrie kamen in der Alten Papierfabrik in Wuppertal zusammen, um das Jubiläum des Fachverbands Werkzeugindustrie e.V. zu feiern.

Ein besonderer Akzent des Abends lag auf dem Dank an die Menschen, die den Verband über viele Jahre geprägt haben. Sowohl Thomas Glockseisen als auch Stefan Horst betonten, dass ein Verband nicht allein aus Satzungen, Beschlüssen und Geschäftsberichten besteht, sondern vor allem aus Menschen: aus engagierten Unternehmerinnen und Unternehmern, Mitarbeitenden, Vorständen, Partnern und Netzwerken, die sich mit Fachwissen und Einsatz für die Werkzeugindustrie einbringen.

Für einen besonderen inhaltlichen Impuls sorgte Gastredner Lutz Wagner, ehemaliger Bundesliga-Schiedsrichter und heute unter anderem als ARD-Experte tätig. Unter dem Thema „Entscheiden in Stresssituationen“ schlug Wagner den Bogen von der Welt des Profifußballs zu unternehmerischen und organisatorischen Herausforderungen.

Der Rückblick auf 75 Jahre Verbandsgeschichte zeigte, wie stark sich die Rahmenbedingungen verändert haben – und wie wichtig Kontinuität, Fachkompetenz und Zusammenhalt gerade in bewegten Zeiten bleiben. Zugleich wurde deutlich: Der FWI blickt nicht nur auf eine lange Geschichte zurück, sondern versteht sein Jubiläum auch als Auftrag für die Zukunft.

In Wuppertal wurde deshalb nicht nur gefeiert, was war. Es wurde auch sichtbar, was den Verband weiterhin trägt: engagierte Mitglieder, ein starkes Netzwerk, fachlicher Austausch und das gemeinsame Ziel, die Werkzeugindustrie auch in den kommenden Jahren erfolgreich zu vertreten und weiterzuentwickeln.

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