Der Nordwest-Konzern hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Geschäftsvolumen von 4.654,4 Millionen Euro abgeschlossen und lag damit nahezu auf Vorjahresniveau (+0,2 %). Auch wenn die Erwartungen im vergangenen Jahr nicht vollständig verwirklicht werden konnten, zeigt sich der Vorstand angesichts des herausfordernden konjunkturellen Umfelds zufrieden mit dem Ergebnis. Die Anzahl der Fachhandelspartner entwickelte sich mit einem Anstieg um 69 auf insgesamt 1.321 per Ende 2025 erfreulich.
Während das Geschäftsvolumen in der ersten Jahreshälfte noch einen Zuwachs von 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum aufwies, war die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte mit insgesamt -2,6 Prozent leicht rückläufig. Mit Blick auf die Geschäftsarten zeigte sich das Zentralregulierungs- und Streckengeschäft erneut robust und bestätigte den Vorjahreswert mit einem Plus von 0,7 Prozent. Das Lagergeschäft hingegen entwickelte sich mit -8,7 Prozent deutlich rückläufig und belastete die Gesamtentwicklung. Der Nordwest-Konzern wies für das Geschäftsjahr 2025 ein Ergebnis nach Ertragsteuern in Höhe von 7,6 Millionen Euro aus und verfehlte damit das Vorjahresergebnis um 33,7 Prozent. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) belief sich auf 11,0 Millionen Euro und lag damit 33,1 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Vorstand Michael Rolf erläutert hierzu: „Maßgeblichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung hatten insbesondere die rückläufige Entwicklung im Nordwest-eigenen Lagergeschäft, unterjährige Abgänge von Fachhandelspartnern sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Personalkostenreduzierung und Investitionen in den neuen Logistikstandort.“
In zahlreichen für Nordwest relevanten Branchen blieb die Investitionsbereitschaft auch 2025 gedämpft. Im Bauwirtschaftssektor verhinderten hohe Kosten, ein anhaltend niedriger Stand an Baugenehmigungen sowie unsichere Finanzierungsbedingungen eine Erholung des Sektors. Nordwest-Vorstand Jörg Simon sagt zur Strategie von Nordwest im Umgang mit den anhaltenden Herausforderungen: „Wir agieren mutig und passen uns an die veränderten Rahmenbedingungen an, gleichzeitig verfolgen wir den eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Wir haben unsere Großprojekte in der Logistik und IT vorangetrieben und mussten entsprechend Anpassungen in der Gegenwart vornehmen. Trotz der anspruchsvollen Rahmenbedingungen können wir mit den erreichten Ergebnissen zufrieden sein. Mit 4,7 Milliarden Euro wurde ein sehr gutes Geschäftsvolumen erzielt.“
Vorstand Thorsten Sega ergänzt: „Gerade in herausfordernden Situationen zeigt sich, was einen guten Unternehmer ausmacht: Klarheit im Denken, Konsequenz im Handeln und die Fähigkeit, auch unter Unsicherheiten Entscheidungen zu treffen. Ein guter Unternehmer kommuniziert offen, handelt vorausschauend, wahrt finanzielle Disziplin und investiert dort, wo nachhaltiger Wert entsteht. Wer in schwierigen Zeiten Anpassungsfähigkeit, Mut und Maß miteinander verbindet, schafft die Grundlage dafür, gestärkt daraus hervorzugehen. Das ist die Strategie und der Weg von Nordwest!“

Zum Jahresende 2025 zeigte sich eine divergierende Entwicklung auf Ebene der einzelnen Geschäftsbereiche. Positiv hervorzuheben waren insbesondere die Geschäftsbereiche Stahl und Haustechnik.
Trotz der konjunkturellen Herausforderungen entwickelte sich die Anzahl der Fachhandelspartner erfreulich. Im Geschäftsjahr 2025 stieg diese um 69 auf insgesamt 1.321 Fachhandelspartner (119 Zugänge, 50 Abgänge). Auch für das Geschäftsjahr 2026 wird mit einer positiven Ausweitung des Partnerkreises gerechnet.
Ein zentraler Schwerpunkt der Nordwest-Strategie bleibt die Neuausrichtung der Logistik. Die Bauarbeiten am neuen Standort in Alsfeld liegen in den letzten Zügen, das Zentrallager wird bald den Betrieb aufnehmen. Das neue Nordwest-Logistikzentrum bildet künftig die Grundlage für eine hocheffiziente und serviceorientierte Belieferung der Fachhandelspartner.
Eine weitere wesentliche Säule der Nordwest-Strategie ist die Weiterentwicklung der Exklusivmarke Tecwerk. Mit dem 2025 durchgeführten Relaunch von Promat zu Tecwerk hat das Verbundunternehmen seine Exklusivmarke neu aufgestellt – inhaltlich, optisch und qualitativ. Zusätzlich zum modernen Auftreten wurde das Sortiment von nahezu 10.000 Artikeln überarbeitet.
Auch im Bereich der Finanzdienstleistungen setzt Nordwest klare strategische Akzente. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Finanzprodukte in der Zentralregulierung und im Factoring eröffnet Industrie- und Handelspartnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette passgenaue Finanzlösungen. Besonders das KMU-Factoring wurde so positioniert, dass es auch Kundinnen und Kunden außerhalb des Nordwest-Verbunds attraktive Angebote bietet. Darüber hinaus bleiben Investitionen in die Digitalisierung ein wesentlicher Bestandteil der Wachstumsstrategie.
