Die GWS Gesellschaft für Warenwirtschafts-Systeme mbH aus Münster hat als Studienpartner mit den Foundry-Medien CIO, CSO und Computerwoche eine Studie über den aktuellen beziehungsweise potenziellen Gebrauch von E-Commerce im Jahr 2026 und die damit verbundenen Anforderungen sowie Herausforderungen erarbeitet. In der Studie werden die Ziele von Unternehmen in Verbindung mit dem digitalen Handel, mögliche Hürden in Projekten sowie zukünftige Ansprüche an oder Chancen für den E-Commerce beleuchtet.
Die Studie basiert auf einer Online-Umfrage, an der sich 106 Unternehmen aus B2C- und B2B-Handel, Produktion und Dienstleistung zwischen November und Dezember 2025 beteiligt haben. Die Herausgeber CIO, CSO & Computerwoche gehören zum internationalen Tech-Medienhaus Foundry und sind führende Fachmedien für IT-Entscheider in Deutschland mit Sitz der deutschen Organisation u. a. in München.

Unternehmen legen heutzutage ihren Fokus eindeutig auf langanhaltende, loyale Kundenbindungen und verwenden E-Commerce als Instrument dafür: Das ist ein klares Ergebnis der Studie. Insgesamt 56 Prozent aller Befragten – hauptsächlich kleinere Unternehmen mit unter 500 Beschäftigten – nennen den Auf- & Ausbau von Kundenbeziehungen als treibende Kraft für ihre E-Commerce-Nutzung. Die Umsatzsteigerung hingegen nimmt mit 37 Prozent der Nennungen als Motiv für E-Commerce-Investitionen eine eher nachgeordnete Bedeutung ein.
Stand Dezember 2025 nutzen 37 Prozent der befragten Firmen E-Commerce. Mehr als die Hälfte gibt an, dass die Einführung der E-Commerce-Lösung als mittelfristiges Projekt mit einer Dauer von ein bis drei Jahren ins Auge gefasst wird. Heraus kristallisiert sich ein Bild des digitalen Handels in der dynamischen Entwicklung und als Baustein in der Geschäfts- & IT-Strategie von Unternehmen. Zusätzlich sind 85 Prozent zufrieden bis sehr zufrieden mit der bei ihnen eingesetzten Lösung.
Für die Studie wurden die Teilnehmenden auch nach den drei größten Hürden gefragt, vor denen ihr Unternehmen im Bereich E-Commerce und E-Commerce-Lösungen steht. Die Ergebnisse: 1. technische Komplexität (31 %); 2. IT-Security-Probleme (22 %); 3. fehlende Skalierbarkeit (21 %). Der B2C-Handel im Speziellen hadert jedoch insbesondere mit der unzureichenden Performance (40 %), während der B2B-Handel die Integration ins ERP (29 %) als zentrale Problematik ansieht. Die meisten genannten Hürden sind somit technologischer Natur. Die hohe Planungsrate zeigt, dass E-Commerce zu einem zukunftsorientierten und strategischen Instrument für zahlreiche Firmen wird.
Darüber hinaus wird eine klare Verbindung zwischen den Anforderungen und den wahrgenommenen Hürden im E-Commerce deutlich. Wo die Unternehmen technische Komplexität und fehlende Skalierbarkeit sehen, wünschen sie sich „Flexibilität/Anpassbarkeit/Skalierbarkeit“ (48 %) oder technische Leistungsfähigkeit (41 %) und Benutzerfreundlichkeit (36 %). In der Kategorie der konkreten Anforderungen werden Kundenkonten & Rollenmodelle (47 %) als relevanteste Aspekte angesehen.
Zusätzlich ist die Studie auf den Bedarf an Anpassungen von E-Commerce-Lösungen eingegangen und lieferte interessante Zahlen im Bereich der Produktion. Insgesamt nehmen 87 Prozent der Unternehmen Änderungen an ihrer E-Commerce-Lösung vor, und zwar von gering bis gravierend. Am relevantesten ist der Bedarf an höherer branchenspezifischer Anpassung mit 37 Prozent. Die produzierenden Gewerbe kommen hier sogar auf ein Ergebnis von 54 Prozent. Außerdem ist zu erkennen, dass kleinere Unternehmen (< 500 Beschäftigte) fast doppelt so häufig auf eine Anpassung ihrer E-Commerce-Lösung verzichten als größere (> 500 Beschäftigte). Daraus lässt sich schließen, dass kleinere Betriebe weniger komplexe E-Commerce-Prozesse haben oder benötigen als größere Unternehmen.
Die Trendstudie kann kostenfrei bei der GWS Gesellschaft für Warenwirtschafts-Systeme mbH angefordert werden: https://gws.ms/studie-e-commerce-2026/
