Wie eine Sponsoring-Partnerschaft zur Freundschaft wird

Seit der Saison 2010/2011 fungiert Wiha bereits als Hauptsponsor und Namensgeber der Basketball Profi-Mannschaft wiha Panthers, die sich mittlerweile in der Barmer 2. Bundesliga Pro A tummelt. Die gemeinsame Leidenschaft für den Basketball-Sport ist dabei einerseits Ursprung als auch eine wesentliche Komponente der langjährigen Partnerschaft und mittlerweile Freundschaft.

Gehören zusammen: die Mannschaft der wiha Panthers unter Alen Velčić (oberes Bild, obere Reihe 3. von rechts) und Handwerkzeughersteller Wiha bzw. Wilfried und Wilhelm (unteres Bild links, und rechts) Hahn als begeisterte Basketball-Anhänger. (Fotos: Jens Hagen/Wiha)

Deckungsgleiche Wertvorstellungen und das Bewusstsein, welche Rolle der Sport einnehmen kann, binden die beiden Welten seit jeher noch enger aneinander. Im Gespräch mit Wiha geschäftsführendem Gesellschafter Wilhelm Hahn, dessen Vater Wilfried Hahn, als auch mit wiha Panthers Trainer & „Tausendsassa“ Alen Velčić, zeigt sich ein einiges Bild darüber, dass sich die Verbindung „Wirtschaft und Profisport“ für alle Seiten lohnt.
 
Das Ende der Hauptrunde der Saison 2021/2022 ist bald erreicht und die wiha Panthers kämpfen seit dem Wochenende um den Klassenerhalt nach einer eher schwierigen Saison… Herr Hahn, inwiefern fiebern Sie mit der Mannschaft mit, sieht man Sie auch ab und an im Stadion?

Wilfried Hahn: „Wenn es die Zeit zulässt bin ich sehr gerne in der Halle zu Gast, die Atmosphäre vor Ort ist einfach mit nichts vergleichbar. Sowohl die Spannung eines Basketballmatches, die Stimmung bei schnellen Spielwechseln oder die hochkochenden Emotionen während dramatischen Aufholjagden, das alles ist einfach toll. Mittlerweile habe ich jedoch auch gute Online-Möglichkeiten gefunden die Spiele live mitzuverfolgen – das war bzw. ist besonders während der Corona-Zeit eine gute Alternative. Für den Verein waren jedoch die leeren Hallen und noch immer die geringeren Besucherzahlen als ‚früher‘ natürlich eine Belastung. Wir hoffen alle, dass bald wieder mehr Menschen zurück in die Arena finden.“

In Schonach drückt man also feste die Daumen für Ihre Jungs, Herr Velčić. Der Team-Name wiha Panthers müsste mittlerweile dazu in Fleisch und Blut übergangen sein. Inwiefern erleben Sie und die Mannschaft fern der Tribüne und des Spielfeldes die Kooperation mit Wiha?

Alen Velčić: „Im Laufe unserer langjährigen Partnerschaft haben wir natürlich schon einige gemeinsame Höhen  und Tiefen mit einem Abstieg und wiederum Aufstiegen durchlebt. Außerdem gingen wir Seite an Seite durch die letzten beiden Jahre der Corona-Pandemie, die für Vereine wie unseren – genauso aber auch z.B. für Künstler – extrem schwer waren. Für den, der kein ‚Produkt‘ sondern letztendlich ‚Unterhaltung‘ anbietet und sich u.a. von Einnahmen der Kartenverkäufe finanziert, war und ist diese Zeit wirklich eine Härteprobe. Ohne die treue und verlässliche Unterstützung von Partnern aus der Wirtschaft wie Wiha, bei denen ganz eindeutig Basketball-Herzen schlagen, hätte es da ganz duster ausgesehen. Das schweißt enorm zusammen. Mittlerweile verbindet uns mit Wiha weitaus mehr als eine reine Sponsoring-Partnerschaft – besonders mit Wilfried und Wilhelm Hahn erwuchs eine echte Freundschaft daraus. Wiha und die Panthers gehören für mich zusammen wie Hänsel und Gretel 🙂 Wir beide treiben unsere Teams jeweils auf unsere Schwarzwälder Art mit Fleiß, ehrlicher Arbeit sowie einer großen Portion Realismus an. Wir streben nach ‚mehr‘ und setzen durchaus hohe Ziele, vergessen bei allem Ehrgeiz jedoch weder die menschliche Komponente noch den nötigen Humor.“

Apropos Basketball-Herzen… Herr Hahn, spielen Sie denn selbst auch aktiv oder wie sind die sportlichen Interessen in der Familie Hahn verteilt?

Wilhelm Hahn: „Basketball ist schon seit ich denken kann das Steckenpferd meines Vaters. Als Kind übernahm er sogar die Trainerrolle für eine ganze Schar an Kindern – inklusive mir – und brachte uns diesen spannenden Sport näher. Zuhause in unserer hauseigenen kleinen Basketball-Halle durfte ich ebenfalls immer mit Freunden trainieren, spielen und jede Menge in Sachen Mannschaftssport dazu lernen. Das große Spieler-Talent liegt aber definitiv bei meinem Vater.“ 

Dann werden Trainingseinheiten in Ihrer Halle nach wie vor zu Ihrem Hobby gehören, oder Herr Hahn?

Wilfried Hahn: „Auf jeden Fall, das gehört zu meinem wöchentlichen Routine-Programm. Auch die Panthers waren bereits vor ein paar Jahren bereits bei uns zu Gast um ein paar Körbe zu werfen. Außerdem steht bei mir dieses Jahr noch die Europameisterschaft in Málaga auf dem Programm, bei der ich in der Herrenmannschaft 70 aktiv mitspielen werde. Nächstes Jahr planen wir bereits die Weltmeisterschaft in Orlando – es wird also definitiv nicht langweilig.“

Die Entscheidung Namenssponsor der wiha Panthers zu werden rührte dann einst doch bestimmt aus dieser Affinität zum Basketball-Sport, oder?

Wilhelm Hahn: „Ganz klar hat dies zusammen mit der regionalen Verbundenheit unsere Entscheidung damals mit getragen. Jedoch spricht in Summe eine ganze Vielzahl an Gründen für dieses Engagement, die sowohl Wiha, den wiha Panthers als auch der Region letztlich dienen. Für Wiha spielt natürlich der Effekt unserer überregionalen Markenwahrnehmung – in Verbindung mit den Assoziationen Sport und Teamgeist – eine wichtige Rolle. Außerdem schreiben wir unserer Sponsoring-Aktivität auch richtige Impulse in Richtung Mitarbeiter-Motivation und Employer Branding zu.  Die soziale Komponente, bzw. welche Bedeutung das Sport-Sponsoring und die Arbeit von Profi-Mannschaften für die Gesellschaft hat, kommt noch als ganz wichtiger Faktor on top. Gerade auch die Unterstützung von Vereinen und Sportarten, wie eben Basketball oder z.B. auch Ringen, die neben der ‚Sportart Nr. 1: Fußball‘ einfach noch mehr zu kämpfen haben, liegt uns dabei sehr am Herzen.“ 

Inwiefern wirkt sich Ihrer Meinung nach denn der Profisport ganz konkret auf die Gesellschaft aus, Herr Velčić, haben Sie bereits mit den Panthers in diese Richtung Erfahrungen gemacht?

Alen Velčić: „Und ob – auf unterschiedlichste Art und Weise immer wieder. Sobald es Corona-bedingt wieder möglich ist, möchten wir aktiv unsere regelmäßigen Mannschafts-Besuche, Aktionen und Sporttage an Schulen und anderen sozialen Einrichtungen wieder aufleben lassen. Wir empfinden es als sehr wichtig, den Menschen, gerade auch den Jüngeren, auf diese Weise die Freude am Sport zu vermitteln. Bei allen Zielen, Vorgaben und weltweiten Herausforderungen, die die heutigen Zeiten so mit sich bringen: Dass der Mensch bei allem im Mittelpunkt stehen sollte, sehen wir wie Wiha als Grundvoraussatzung. Heutzutage verändern Social Media und die digitalen Möglichkeiten in rasantem Tempo und in hohem Maß das gesellschaftliche Miteinander. Eines der besten Instrumente um vor allem Kinder wieder raus ins echte, bewegte Leben zu locken, fern der Bildschirme und Bewegungsfaulheit, ist unbestritten das Vermitteln von Spaß am Sport… Wir haben z.B. hautnah erlebt, welche Anziehung der Basketball plötzlich auf die Kids ausübt, seitdem die Panthers in der 2. Bundesliga spielen. Und da werden wir nun nicht mehr locker lassen!“

Wilfried Hahn: „Und genau da ziehen wir an einem Strang. Ob es nun Basketball oder eine andere Sportart ist – Wichtig ist doch, dass sich Kinder bereits in jungen Jahren bewegen und sich sportlich fit halten. Nur so kann meiner Meinung nach ein gesunder Geist in einem gesunden Körper heran wachsen und sich entwickelt. Die soziale Komponente, die man bei der Ausübung von Mannschaftssport im Besonderen aber auch im Einzelsport erfährt, ist dabei genauso entscheidend: Sei es durch das Erleben von Niederlagen und Erfolgen, das Wiederaufstehen, das Durchsetzen, Zurückstecken oder schlicht dem Grundsatz des Fair Plays. Unseren Beitrag dabei zu leisten, dieses Bewusstsein in der Gesellschaft zu stärken, war und ist auch einer der Gründe, warum uns das Sport-Sponsoring so am Herzen liegt. Privat unterstütze ich aus diesem Grund daher seit 2021 auch noch zusätzlich die U10 und U12 Jugend-Mannschaften der Panthers.“

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